EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Kordel von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bahnstation Kordel Bahnstation Kordel

Bau und Streckeneröffnung

Das letzte Teilstück der Eifelbahn zwischen Gerolstein und Trier West wurde am 15. Juni 1871 von der Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) eröffnet. Der Ort Cordel hatte zu diesem Zeitpunkt 656 Einwohner.

Das Empfangsgebäude Kordel

Das einstöckige, aus rotem Sandstein gebaute Empfangsgebäude mit verschiefertem Walmdach wurde 1871 in Betrieb genommen. Das Dachgeschoss war ausgebaut worden und hatte jeweils zur Gleis- und Straßenseite einen Giebel. An der nördlichen Gebäudeseite ist nachträglich ein eingeschossiger Anbau angefügt worden. Dabei achtete man auf ein identisches Baumaterial. Auf der Gleisseite entstand eine Perronhalle, die auf Holzpfosten ruhte. Die Pfosten waren mit Schnitzereien versehen, in deren Mitte Musikanten abgebildet wurden. Gegenüber dem Stationsgebäude in Richtung Kyllbrücke befand sich ein Güterschuppen aus Fachwerk mit Backsteinfüllung. Für den Güterverkehr war der Bahnhof nur eingeschränkt nutzbar, da er keine Rampe besaß. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Von Kordel bis Ehrang war die Eifelstrecke zweigleisig ausgebaut worden. Nach der Streckeneröffnung 1871 errichtete man auf der Bahnhofstraße ein dreistöckiges Eisenbahnerwohnhaus aus Rotsandstein. Nach Süden wurde das Stationsgebäude durch einen Stellwerksanbau erweitert. Am Ramsteiner Weg in Richtung Ehrang gab es ein relativ großes Stellwerksgebäude. Die Schrankenanlage hinter der Kyllbrücke besaß ein Schrankenwärterhäuschen. Das Stationsgebäude wurde von der Deutschen Bundesbahn verkauft.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Die Schnitzereien an den Holzpfeilern der Perronhalle und der Güterschuppen sind bis heute erhalten geblieben. Das Empfangsgebäude gehört zu den kleinen, geringfügig variierten Typenbauten an der Eifelstrecke im Kylltal. Das Empfangsgebäude und das Eisenbahnerwohnheim stehen unter Denkmalschutz.
Bilder Kordel
Luftaufnahme
Eifelstrecke Hürth-Kalscheuren Ehrang Planung und Konzession PANORAMA ahnbauten mehr zum Thema hier  B
nach oben  > nach oben  >
nach oben  > nach oben  >