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Die Eröffnung der Gesamtstrecke der Eisenbahnlinie von Wanne (heute Wanne-Eickel) nach Harburg (Hamburg) durch die „Cöln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft“ (CME) erfolgte am 1. Juni 1874. Mit der Fertigstellung des Streckenteilstücks von Osnabrück nach Buchholz erhielt am 16. August 1873 die Gemeinde Tostedt einen eigenen Bahnhof, mit Empfangsgebäude aus Backstein, zwei Wassertürmen und ein Abortgebäude. 1876 erfolgten umfangreiche Erweiterungen des Bahnhofs. Für die 1871 gebaute Zinnhütte „Robertson und Bense“ wurde ein Anschlussgleis verlegt. Außerdem gab es das obligatorische Freiladegleis mit Kopf- und Seitenrampe mit Gleiswaage und Lademaß. 1910 wurde ein Anschlussgleis zur Dampfziegelei Lührsen verlegt. 1927 erweiterte die Reichsbahn den Bahnhof nochmals, da weitere Betriebe ein Anschlussgleis benötigten. 1934 wurde eine Kleinlok (Köf) mit Dieselantrieb im Bahnhof stationiert. Dafür baute man einen Lokschuppen. Am 15. Juni 1917 baute die Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn eine private 63,6 km lange Bahnstrecke von Wilstedt über Zeven nach Tostedt. Dabei erhielt die Gemeinde einen weiteren Bahnhof Tostedt West. Die Eisenbahnstrecke diente hautsächlich dem Transport von landwirtschaftlichen Gütern sowie Holz, Kies und Sand. 1948 wurde der Bahnhof Tostedt West aufgegeben. Der Personenverkehr auf der Strecke endete am 27. September 1964. Die Stilllegung des Güterverkehrs erfolgte zum 14. Dezember 2003. 1977 baute die Bundesbahn ein neues Empfangsgebäude mit modernem Flachdach und Diensträumen.
Tostedt Z Bahnhof iel
Bilder Tostedt
Bahnhof von 1909
Luftaufnahme
Bahnhof von 1909
Die Eisenbahn “kam” am 16. August 1873 nach Tostedt. Also 38 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Tostedt hatte zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Einwohner (Ende 2015 waren es 13.704 Einwohner).  
Wanne-Eickel - Hamburg
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