EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Hochhausen (Tauber) von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Die Gleise zwischen Lauda und Tauberbischofsheim wurden in zwei Teilabschnitten verlegt. Das erste 12,53 Kilometer lange Teilstück von Lauda nach Hochhausen wurde am 25. Juli 1867 vorzeitig in Betrieb genommen. Die Betriebsstelle war zunächst Endstation der Taubertalbahn. Sie erhielt provisorisch ein altes, hölzernes Aufnahmegebäude aus Heidelberg. Hierfür wurden in Hochhausen extra eine Lokremise, zwei Wagenremisen und ein Wasserturm errichtet. Im September 1867 ist die hölzerne Güterhalle fertiggestellt worden. Die anfängliche Gleisanlage bestand aus zwei Durchgangsgleisen und einem Ausweichgleis zum Güterschuppen sowie ein Freiladegleis mit Kopframpe. Die Eröffnung der Strecke für den Personenverkehr war am 19. Oktober 1867. Die Freigabe für den Güterverkehr erfolgte am 1. November 1867. Das zweite 18,90 Kilometer lange Teilstück von Hochhausen nach Wertheim ging am 15. Oktober 1868 in Betrieb.

Das Empfangsgebäude Hochhausen (Tauber)

Das Stationsgebäude war ein variierter Typenbau, der 1867 fertiggestellt wurde. Das symmetrische, traufenständige, zweistöckige Gebäude war aus rotem Buntsandstein errichtet worden. Auf der Straßen- und Gleisseite gab es jeweils einen Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) mit Rundbogenfenstern wie im gesamten Erdgeschoss. Das Obergeschoss verfügte über Rechteckfenster. Im Erdgeschoss gab es Wartesäle, Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie Diensträume. Im Obergeschoss befanden sich Eisenbahnerwohnungen. Die Gleisanlage bestand aus zwei Hauptgleisen und zwei Stumpfgleisen, die zum Güterschuppen und zum Freiladegleis mit Kopframpe verlegt wurden. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse IV. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1921 wurde ein Stellwerksraum mit mechanischem Stellwerk in Betrieb genommen. Im Mai 1999 schloss die Deutsche Bahn AG den Fahrkartenschalter. Im Spätsommer 2003 wurde im Zuge einer Streckensanierung die Gleisanlage bis auf das Hauptgleis zurückgebaut und zum Haltepunkt zurückgestuft. 2004 hat die DB AG das Stellwerk aus dem Betrieb genommen. Das Stationsgebäude und der Güterschuppen wurden an einen örtlichen Unternehmer verkauft. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude ist im Urzustand weitgehend erhalten geblieben. Der Güterschuppen wurde beidseitig erweitert, ist aber noch erkennbar. Der gesamte Bahnhofsbereich steht unter Denkmalschutz.
Bilder Hochhausen
Bahnhof von 1869
Luftaufnahme
Bahnhof von 1869 Taubertalbahn Crailsheim Wertheim Planung und Konzession

Bahnstation Hochhausen (Tauber)